My Elvis Tribute

Donnerstag, 9. August 2018 - 01:37 Uhr
Der Medicus - Schlosstheater Fulda - 04.08.2018

Der opulente Bestseller von Noah Gordon „Der Medicus“ diente als Vorlage für das gleichnamige Musical, welches gerade im Schlosstheater in Fulda aufgeführt wird. Was für eine Herausforderung diesen Stoff auf die Bühne zu bringen.
Und ich nehme es vorweg: Was für eine Umsetzung...!!!
Von meinem Besuch des Musicals bin ich immer noch tief beeindruckt.
Das Buch von Noah Gordon „Der Medicus“ ist phänomenal.
Das Musical ist es ebenso. Es ist Weltklasse.
Der Stoff ist brilliant erzählt, perfekt dargestellt - von einem mehr als großartigen Ensemble. Das Bühnenbild fasziniert, die Musik fesselt. Die Musik des Medicus’ hat alles, was ein großes Musical braucht. Wundervolle, gefühlvolle Balladen, Tragisches, Komödiantisches, mitreißende Ensemblenummern, schöne Duette, Melancholisches, aber auch Beschwingtes. Einige Melodien gehen sofort ins Ohr. Die Texte sind kämpferisch, romantisch, spielerisch - erzählerisch, sie stimmen nachdenklich und rütteln auf.
Die Geschichte ist absolut kurzweilig erzählt. Sehr spannend. Unterstrichen wird sie durch tolle Kostüme. Ebenso durch ein üppiges Bühnenbild, welches zum Beispiel die persische Stadt Isfahan in Fulda lebendig werden lässt. Oder gar den Palast des Paradieses des Schah von Persien auf die Bühne des Schlosstheaters zaubert.
Das Ensemble des Medicus ist perfekt erwählt.
Von den Protagonisten hin zu allen Nebendarstellern, die in ganz verschiedene Rollen schlüpfen, ist der gesamte Cast eine Mannschaft der Musical Champions League. Ein absolutes Top-Team, um bei der Metapher des Fußballs zu bleiben. Da ich nicht die Leistung aller en Detail beschreiben kann, wähle ich zur exemplarischen „Beobachtung“ einen Darsteller aus, der mich absolut in seinen Bann gezogen hat. Christian Schöne als Karim. Kein Unbekannter. Die Rolle des leichtfertigen, eher am Vergnügen, denn am Lernen interessierten Medizinstudenten verkörpert er meisterhaft. Seine Wandlung zum gnadenlosen Herrscher, des Schah von Persien, ebenso. Dennoch hält Karim seine Wertvorstellung der Freundschaft immer aufrecht. Welch schöne Botschaft Noah Gordons, die natürlich auch das Musical transportiert, einen Muslim, einen Juden und einen Christen beste Freunde werden zu lassen. Karim, der Schah von Persien ist charismatisch. Gutaussehend. Ein leidenschaftlicher junger Mann. Wer Christian Schöne kennt, weiß welche Wandlungsfähigkeit und Ausdruckskraft dieser Darsteller besitzt. Er ist ein Phänomen. Auch gesanglich.
Alle Darsteller, angeführt von Sascha Kurth und Judith Jandl als Rob Cole und Mary Cullen ergänzt vom großartigen Reinhard Brussmann als Ibn Sina und, wie bereits erwähnt, Christian Schöne als Karim, daneben Kristian Lucas als Mirdin sowie alle weiteren Ensemblemitglieder, sind Weltklasse.
Danke für einen Abend voll Zauber und Magie. Das Entführen in eine fremde Welt und vergangene Zeit. Lebendiger, mitreißender und aufregender geht es nicht.



Montag, 5. März 2018 - 21:25 Uhr
Rockabilly Club - Varieté Et Cetera- Bochum - 02.03.2018


The Rockabillies are back...
Im Varieté Et Cetera in Bochum fand am Freitag die seit 10 Jahren landauf, landab gastierende Kult-Show der Rockabillies ihre ersehnte Fortsetzung. Der Rockabilly Club öffnete erneut seine Pforten - mit leckeren Drinks, kreativen Speisen, mit Rock ‚n‘ Roll Musik vom Feinsten und einer Artisten- bzw. Comediantruppe, die das Publikum in Atem bzw. den Lachmuskel am Schwingen hielt. In neuer Besetzung erreichen die Rockabilly Protagonisten eine neue Ebene der Show. War die Show früher dadurch geprägt, dass die beiden Gastgeber der Show Pointe an Pointe reihten, so geht es dieses Mal nicht gemächlicher, aber anders, nämlich besinnlicher und musikalischer zu. Die Verstärkung des Ensembles - Jerry Lee Meier, der neue Conferencier der Show ist ein musikalischer Alleskönner. Er erklärt uns den Rock ‚n‘ Roll am Piano. Er singt, spielt Akkordeon und bläst das Alphorn - mit Leichtigkeit. An seiner Seite, Willi Blue, der etwas schüchterne, doch ziemlich sexy wirkende, hochtalentierte Hauptakteur der Show. Willi kann eigentlich alles. Nur davon muss er die Frauenwelt noch überzeugen. Sein devotes Talent an der Messerwerfwand, seine offensive Peitschenhiebkunst, sein vielseitiges Gesangs- und Jodeltalent sind außergewöhnlich.
Aber Willi kann mehr. Er beherrscht die Schreibmaschine (wer kann das heute noch). Das Alphorn. Und ist mit einer weiteren, unglaublichen Gabe ausgestattet, die in der Nummer „Singing Balls“, einem der Höhepunkte der Show, gipfelt.
Die Show präsentiert verschiedene Gipfel, Leckerbissen, Oh- und Ah-Momente. Sie ist tempo- und actionreich. Sie bietet Artistik von höchster Qualität auf kleinstem Raum. Alles begleitet vom legendären, krachenden Sound der 50er Jahre.
Schwindlig wir dem Publikum bei Fräulein Hildegards Skipping Rope Nummer. Wer ist schneller mit/am/im/über dem Springseil als sie. Gelernt ist gelernt. Nicht zuletzt war sie in dieser Sportart international sehr erfolgreich. Schnelligkeit, Ausdauer, dazu Leichtigkeit und Finesse zeichnen ihre Darbietung aus.
Der nächste „Schwindelerreger“ der Show ist Johnny B. Hoops. Mit der Rasanz seiner Hula-Hoop-Reifen Nummer macht er Fräulein Hildegard in Sachen Tempo, Körperbeherrschung, Dynamik und Action erfolgreich Konkurrenz. Ein absoluter Meister seines Fachs.
Für das Sinnliche der neuen Rockabilly Show sorgt Marie-Ann im Luftring. Grazil schwebt sie am Himmel des Varieté Et Cetera. Biegt und windet ihren Körper anmutig in der Höhe. Aber sie kann auch anders. Zu einer stampfenden Rock ‚n‘ Roll Nummer gibt sie abschließend ordentlich Gas in ihrem Luftring und hält das Publikum unter ihr fasziniert in Atem.
Ein Faszinosum sind immer wieder, all die Jahre - die Farellos. Farella Schmidt, Frau Schmidt genannt, die Seele der Show, und ihr Partner Toni Farello rocken das „Haus“ mit ihren Einrad-Darbietungen von höchster Klasse, ihrer Partnerakrobatik zum Staunen und ihren diversen weiteren Talenten. Ich sage nur -Tierstimmenimitation, Bongo-Spiel und Stimmungsgesang. Ohne die Farellos und ohne Frau Schmidt geht es nicht. Frau Schmidt hat als Nebenbei-Reinigungskraft der Show Besen und Publikum gleichermaßen im Griff.
Ergänzt hat sich das Ensemble der neuen Rockabilly Show durch Little Richie jr., der auf einer freistehenden Leiter seine Darbietung zum Besten gibt. Er sieht ein bisschen aus wie der junge Elvis, bewegt sich rasant auf der Leiter und kippt dabei nie um. Sein extremes Gleichgewichtsgefühl erlaubt ihm Kapriolen auf der Leiter, bei denen unsereins sofort den Boden küssen würde.
Fehlt noch ein Ensemblemitglied, welches am Ende der Show erst richtig zur Geltung kommt. Der singende Koch Luigi entpuppt sich plötzlich als Elvis persönlich und reißt das Publikum zum finalen Schluss noch einmal von den Sitzen. Mit Elvis Presleys Klassikern ist immer Stimmung zu machen. Luigi versteht das vorzüglich. Egal ob von der Bühne aus oder direkt mitten im Publikum - er rockt den Varietésaal. Er hat Stimme, Kostüm, Aussehen und Bewegungen des King, um das Publikum zu faszinieren. Viva Las Vegas...
Die neue Rockabilly Show ist anders, aber wie gewohnt hochdynamisch, kurzweilig, actionreich, musikalisch, kreativ, witzig, bunt anregend, sinnlich, sexy, niveauvoll, spritzig, geistreich - mit einen Wort: Hammer...

Donnerstag, 1. März 2018 - 13:37 Uhr
Firebirds Burlesque Show - Dresden 28.02.2018


Sie war mal wieder jeden einzelnen (geflogenen) Kilometer wert - die neue Firebirds Burlesque Show - uraufgeführt gestern in der Comödie in Dresden.
Was für ein Feuerwerk an Unterhaltung, Kunst, Stil, Tempo, Sinnlichkeit, Talent, Nostalgie, Grazie, Dynamik und Erotik.
Was passiert, wenn fünf Vollblutmusiker auf drei megatalentierte Sängerinnen und drei wunderschöne, hochklassige Burlesque-Tänzerinnen treffen? Richtig - es kracht. Es riecht nach Dynamit. Wunderbare Raketen in Form von Songs, Tanzeinlagen und Burlesque Nummern bevölkerten gestern Abend den Nachthimmel über Dresden. Es leuchtete, funkelte und glitzerte. Und hörte gar nicht mehr auf.
Die neue Firebirds Burlesque Show ist - Rock ‚n’ Roll. Und das nicht nur wegen der vielen Rock ‚n’ Roll Songs, die sie beinhaltet, sondern weil sie ein einzigartiges (Lebens-)Gefühl vermittelt. Ich bin sicher, dass gestern niemand aus der Show gegangen ist, der dies nicht gespürt hat. Wie lange man das Gefühl dann mitnimmt“, bleibt jedem selbst überlassen.
Die Firebirds sind eine Band von Alleskönnern. Der Pianist, Alexander Teich spielt rückwärts, seitwärts, im Stehen und Liegen auf seinem Flügel. Dazu tanzt er mit Mademoiselle Kiki La Bise Rock ,n’ Roll wie ein Profitänzer.
Der Gitarrist ist auch der Sänger. Mitunter auch der hohen Töne. Niemand steht männlicher und aufreizender hinter der Gitarre als Krusdy van Friday. Niemand wirft sich auf die Knie oder fegt über die Bühne - wie er. Ein Phänomen.
Der Saxophonist, Henning Plankl, macht ganz nebenbei den Schlagzeuger und Klarinettisten. Seine Saxophon Soli sind zum In-Die-Knie-Gehen. Oder soll ich sagen zum Dahinschmelzen...?
Der Fels in der Brandung, der die Bassgitarre und den Kontabass gleichermaßen hingebungsvoll „zupft“, ist Konrad Schöpe. Seine Mimik während der Nummern allein rechtfertigt den Besuch der Show. Genau wie die von Schlagzeuger, Sänger und Moderator Guido Gentzel. Wie alle Firebirds lebt er, was er auf der Bühne tut - voller Hingabe und Leidenschaft hinter seinem Schlagzeug, wenn er nicht gerade den Frontmann am Mikrofon mimt.
Die Songauswahl der Firebirds, egal ob acappella oder mit Instrumenten vorgetragen, war brilliant.
Eine bunte Mischung toller Klassiker der 50er und 60er Jahre im unverwechselbaren Firebirds Stil. Entweder hielt es einen kaum auf dem Sitz oder man kuschelte sich gedankenverloren in eben diesen und lauschte mit Gänsehaut dem Vortrag. Wie zum Beispiel einer sehr eigenen, großartigen Version von „Always on my mind“ von Guido Gentzel.
Eigen und großartig sind auch die Pearlettes. Ein Damentrio, das singt und tanzt. Aber wie...
Ich vermute, sie frühstücken Schwarzpulver - so wie sie auf der Bühne explodieren. Sie sind drei unverwechselbare Stimmen, agilste Tänzerinnen, hübsche Frauen, die mit Feuer ihre Songs darbieten. Löschen zwecklos. Sie entfachen mit ihrem unbeschreiblichen Talent einen Flächenbrand. Was für eine kongeniale Ergänzung zu den Firebirds...
Und last, but not least runden, und das im wahrsten Sinne des Wortes, drei Grazien mit ihren Kurven die Firebirds Burlesque Show ab. Rita Lynch, Kiki La Bise und Zoé Scarlett, die Queen of Burlesque, sind Ästhetik pur. Sie sind schön, sie bewegen sich lasziv, sie verstehen die Kunst des Ausziehens, sie haben wunderschöne Kostüme und verzücken die Zuschauer mit ihren Darbietungen. Sie sind drei Diamanten, die die Comödie in Dresden gestern Abend erstrahlen ließen. Als „Lady in Red“ kommt Zoé Scarlett ernst und geheimnisvoll auf die Bühne. Sie beschäftigt ihre Armee an guten Haushaltsgeistern, indem sie sich hier eines Handschuhs auf ein Silbertablett entledigt, dort eines Strumpfs, ihres Rocks, der Korsage, um endlich funkelnd in ihrer betörenden „Unterwäsche“ dazustehen, bestehend aus Glitzer-Slip und Glitter-Pasties, die ihre wundervollen Rundungen gekonnt betonen. Mit einem Blick, einer Drehung, einem Stück Kleidung, dessen sie sich entledigt - zu sinnlicher oder rockiger Musik - verzaubert sie das Publikum - im Endergebnis in fast Nichts. Einem Hauch an Wäsche, der ihren wundervollen Körper wie einen Kometen am Abendhimmel voll zur Geltung bringt. Genau wie die zwei anderen Damen: Kiki La Bise und Rita Lynch. Auch ihre Burlesque Nummern sind ein Ausflug in eine andere Welt. Märchenhafte Kurzgeschichten, mit vollem Körpereinsatz erzählt. Ich fühlte mich verzaubert und inspiriert.
Inspiriert haben mich auch sämtliche Kostüme der Show. Die der wundervollen Burlesque Tänzerinnen sowieso, die der Pearlettes ebenfalls, aber auch die Anzüge der Firebirds allein sind den Besuch der Veranstaltung wert. Die Herren stehen dem Sex Appeal der Damen in nichts nach. Keiner trägt karierte Sakkos oder Fliege und Hosenträger so wie die Firebirds... ;-)
Es war ein Abend hochkarätiger, furioser Unterhaltung - gestern in der Comödie in Dresden. Und mehr noch. Ich erwähnte es eingangs - es war Gefühl und Lifestyle gleichzeitig. Etwas zum Mitnehmen, zum Erinnern, zum Wohlfühlen, etwas für viel mehr als einen Moment. Danke allen Künstlern für diesen außergewöhnlichen Abend. Auf eine großartige Tournee, die heute Abend in Dresden nach der gestrigen Generalprobe ihre Premiere hat und dann durch die Lande ziehen wird.

Dienstag, 30. Januar 2018 - 11:16 Uhr
Elvis - His Life in Music mit Oliver Steinhoff

Am Wochenende lud der Europameister der Elvis Tribute Artists, Oliver Steinhoff, zu zwei großen Konzerten ins Casino Hohensyburg nach Dortmund. Die traditionell in dieser Jahreszeit in Essen oder Dortmund stattfindenden Konzerte sind Juwelen im Elvis Tribute Geschäft. Wer die Songs von Elvis Presley liebt, sie von einem der weltweit besten Elvis Tribute Künstler interpretiert haben möchte, begleitet von einer großartigen 10-köpfigen Band mit Chor, wer sich ein bisschen ins Las Vegas Feeling des International Hotel, in dem Elvis Presley unzählige Male auftrat, versetzen lassen will, ist bei Oliver Steinhoff immer goldrichtig.
Doch diesmal gab es mehr. Noch mehr. Eine neue Show wurde angekündigt.
Elvis - His Life in Music.
Diesmal führte Oliver Steinhoff das Publikum nicht geradewegs nach Las Vegas, sondern lud ein zu einer Reise, die über Tupelo, nach Memphis, nach Hollywood führte und dann erst in der Glitzermetropole Nevadas fulminant endete. Mit Bildern und Geschichten dazu, natürlich mit den entsprechenden Songs brachte Oliver Steinhoff Elvis Presleys bewegtes und faszinierendes Leben auf die Bühne und ließ so den größten Entertainer aller Zeiten nicht nur im Bild auf der Leinwand für Stunden auferstehen. Vom allerersten Hit über Elvis Presleys Rock ‚n‘ Roll Klassiker hin zu seinen Filmsongs brachte Oliver Steinhoff Lieder von Elvis Presley, die jeder kennt und liebt. Mit den entsprechen Kostümen, seiner Stimme, die neben den großen Elvis Presley Balladen natürlich auch solches singen kann, den typischen Moves und seiner Leidenschaft diese Thematik fürs Publikum umsetzen zu wollen, begeisterte er 500 Zuschauer im Dortmunder Casino Hohensyburg. Die Stimmung war prächtig.
Es ist ein Spagat Elvis Presleys frühes Schaffen, das Filmrepertoire sowie die großen Klassiker der Las Vegas Zeit interpretieren zu können. Oliver Steinhoff kann es. Und er macht es, so wie wir es von ihn kennen, in seinem unverwechselbaren Stil: mit viel Können, großer Klasse, mit Hingabe und seiner ganz persönlichen Note.
Ein wunderbares, kurzweiliges erstes Set des Konzerts ging zu Ende. Gefolgt von einem zweiten Konzertteil, der nicht minder fantastisch war. Angekommen im International Hotel in Las Vegas verzauberte Oliver Steinhoff das Publikum mit seiner Paradedisziplin. Mit großen, anspruchsvoll zu singenden Balladen Elvis Presleys. Mit schnellen und langsameren Songs. Bekannten und unbekannteren Liedern. Mit einer bunten Mischung aus Elvis‘ unerschöpflichen (Konzert-) Repertoire.
Paradedisziplin weil Oliver Steinhoff in dieser Ära Elvis Presleys seit Jahren mit riesigem Erfolg zu Hause ist. Und das am Wochenende wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis stellte. Um so schöner, dass er sein großes Talent nun auch anderen Schaffensperioden von Elvis widmet. Ein absoluter Gewinn. Es war ein toll durchdachtes Konzept der neuen Show. Eine Veranstaltung für Elvis-Fans, aber auch solche, die es nicht oder noch nicht sind. Eine unterhaltsame Show für Jedermann. Ein bewegender Abend, der den King Elvis Presley in wunderbarer Weise würdigt. Danke Oliver Steinhoff und Band...!

Mittwoch, 27. September 2017 - 00:46 Uhr
Elvis meets Jazz - Hansa Theater Dortmund - 22.09.2017

Es war ein emotionaler Abschied von "Elvis meets Jazz" in Dortmund. Nach 10 Jahren Bühnentätigkeit mit vielen Konzerten, noch mehr Songs, immer bei bester Stimmung des Publikums verabschieden sich die Jazzmusiker Jochen Schrumpf, Martin Klausmeier, Sebastian Haase, Ralf Bornowski und ihr Frontman, der international erfolgreiche Elvis Tribute Artist, Oliver Steinhoff, mit einem Konzert, das genial war. Im ausverkauften Hansa Theater in Hörde spielten die "Jazzer" Elvis Songs mit Lust und Leidenschaft für das Publikum. Es war uns, dem Publikum, eine besondere Freude, aber auch den Musikern auf der Bühne. Das merkte man vom ersten Ton.
Wer "Elvis meets Jazz" nicht kennt, hat zunächst nicht mehr die Möglichkeit sich von der Einzigartigkeit dieses Programms zu überzeugen. Es besteht aber ja immer Hoffnung auf ein Comeback oder gar ein Revival in veränderter Form. "Elvis meets Jazz" bedeutet, dass vier Weltklasse Musiker, die eigentlich aus dem Jazz Genre stammen, die Songs von Elvis Presley spielen. Zusammen mit ihrem ebenso auf höchstem Niveau agierenden Sänger, dem international mehrfach ausgezeichneten Elvis Tribute Artist, Oliver Steinhoff. Die Songs sind allesamt neu, kreativst arrangiert. Man erkennt zuweilen bei den ersten Takten nicht, um welchen Elvis Klassiker es sich handeln könnte. Spannend bleibt es so bis zum Einsetzen des Gesangs. Anhand des Textes wird dann natürlich sofort klar, um welchen Elvis Presley Song es geht.
Das Publikum nimmt bei Erkennen des Stücks sofort Fahrt auf. Die Songs sind allesamt unglaublich phantasievoll arrangiert. Mit Drive, mit Groove. Mit Rhythmus und Schwung. Gelegentlich mit einem, ich strapaziere das Wort "genial", aber ein anderes passt nicht, Gitarrensolo von Jochen Schrumpf gespickt. Er ist Meister seines Fachs. (Be)Herrscher seines Instruments. Und er kann nicht nur spielen, spielen, spielen. Er kann auch improvisieren, worauf sich seine Bandkollegen immer absolut professionell einlassen. So gibt es manch ungewöhnliche Wendung in einem Stück oder den einen oder anderen überraschenden Schluss eines Songs.
Natürlich lebt das Projekt "Elvis meets Jazz" von seinem charismatischen Sänger, Oliver Steinhoff. Ohne Elvis Kostüm, im Anzug und Turnschuhen geht es um kraftvollen, puren Gesang. Es geht um Ausdruck. Es geht um Elvis. Sein Vermächtnis. Welches so unglaublich viel Potential hat. Oliver Steinhoff versteht es diese Songs in einer Weise zu interpretieren, die zum einen seinen ganz persönlichen Stil widerspiegelt, aber auch Elvis im Original gerecht wird. Er ist ein großartiger Sänger und ein ebensolcher Entertainer. Niemand versteht es wie er ein Publikum "abzuholen" und zu "entführen". Niemand kann wie er binnen kürzester Zeit begeistern. Immer mit viel Interaktion mit den Zuschauern. Und immer in einer lockeren, ungezwungenen Manier.
"Elvis meets Jazz" Konzerte sind auch Familientreffen. Das Projekt hat eine große Stamm-Fanbase, die immer weiter gewachsen ist im Laufe der Jahre. So trifft bzw. traf man auf jedem Konzert bekannte Gesichter.
Es ist ebenfalls ein großes Kompliment an die Musiker und ihren Sänger, wenn ich sage, dass durch die Konzerte besondere Freundschaften entstanden sind. Danke dafür. Und danke für 10 Jahre "Elvis meets Jazz". Elvis Presleys Musik ist so vielseitig - von solchen Musikern dargeboten, ist es eine Wonne ihr einmal in ganz anderer Form zu begegnen. Die Begegnungen waren allesamt einzigartig...
Ganz besonders noch einmal das Abschlusskonzert am Samstag im Hansa Theater in Hörde.
Chapeau vor der Leistung der "Elvis meets Jazz" Truppe. Ihr wart eine absolute Bereicherung unseres (Elvis) Lebens.
Bitte kommt wieder... ;-)

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