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Musical Tenors
ein Konzert der Superlative
Musical Tenors Essen 31.10.2010
Es war ein „Fest“ – ein „Feuerwerk“!
Ein bisschen fehlen mir die Worte, um zu beschreiben, wie großartig das Konzert der Musical Tenors am 31.10. im Essener Grillo-Theater war. Da es sich bei den Protagonisten um vier extraordinäre Musicaldarsteller handelte, hatte ich sehr große Erwartungen an das Konzert. Diese wurden jedoch allesamt übertroffen. Es war ein Konzert der Superlative. Noch nie habe ich eine so ausgezeichnete Harmonie der Stimmen gehört. Der Klang der vier Tenöre (Mark Seibert und Patrick Stanke sangen etwas höher, Jan Ammann und Christian Alexander Müller ein wenig tiefer) war für meine Ohren perfekt.
Die Auswahl der Songs an diesem Abend war unglaublich vielfältig. Mal gab es einen größeren Block eines bestimmten Musicals (man eröffnete den Abend beispielsweise mit den „Drei Musketieren“ – wie passend), mal gab es nur ein einzelnes Lied zu einem bestimmten Thema. Es wurde aber nicht aus Musicals gesungen, sondern alles querbeet dargeboten, was ganz deutlich demonstriert, welche Alleskönner da auf der Bühne standen. Es gab komödiantische Einlagen, es gab aber auch sehr ernste Momente. Es war ein Abend mit viel Emotion. (Mir standen ein paar Mal die Tränen in den Augen, so bewegt war ich.) Es gab geballte Power auf der Bühne, etwa im Block des Musicals „We will rock you“, aber es gab auch sehr leise Töne bei herrlichen Balladen. Patrick Stanke zum Bespiel begleitete sich selbst am Klavier zu einem wunderbaren „Du warst mein Licht“.
Dass die vier Tenöre optisch ein gutes Bild abgeben, brauche ich nicht zu erwähnen. Unterstützt wurde ihr toller Auftritt durch gute Kostümwechsel sowie eine witzige Choreographie des gesamten Konzerts. Dazu lud man sich Gäste ein: eine sehr gute, sehr hübsche Flamencotänzerin sowie die sagenhafte Maricel. Auch die Musiker, allen voran Marina Kommissartchik am Klavier und Keyboard, die auch die musikalische Leitung des Abends innehatte, waren hervorragend.
Natürlich präsentierte sich auch jeder der vier Tenöre solo in seiner Paraderolle. Jan Ammann zum Beispiel mit einer fantastischen „Gier“ (in voller Original-Länge) und Christian Alexander Müller mit einer hochemotionalen „Musik der Nacht“.
Der Abend war eine Sternstunde für uns Zuschauer. Aber auch denen, die auf der Bühne standen, sah ihnen ihre Euphorie deutlich an.
Ich wünsche den vier Tenören weiterhin große Erfolge und uns Zuschauern bzw. Zuhörern noch viele solcher Konzerte. Danke Andreas Luketa!
